E-Bike – Was sollte man beim Kauf beachten?

Letzte Woche haben wir die unterschiedlichen Typen und die gängigsten Modelle der E-Bikes vorgestellt. Heute geht es um wichtige Faktoren, die man beim Kauf im Hinterkopf behalten sollte.

 

Tipps beim Kauf eines E-Bikes

 

  • Nichts überstürzen: Wie bereits angesprochen sollte zuerst abgeklärt werden wofür man das E-Bike benötigt. Muss ich weite Strecken zurücklegen, befahre ich nur Straßen, nehme ich es mit in die öffentlichen Verkehrsmittel und muss ich es womöglich jeden Abend in den 3. Stock tragen?

 

  • Informationen sammeln: Man sollte sich auf jeden Fall über das Wunschmodell ausgiebig informieren. Was findet man darüber im Internet, Fachzeitschriften, Onlineblogs und haben vielleicht sogar Freunde und Familie ein ähnliches E-Bike?

 

  • Preis und Qualität: Die Schnäppchen in Baumarkt und Discounter können verlockend sein, aber man sollte dabei nicht vergessen die Qualität zu überprüfen. Sind die wichtigen Komponenten wie Motor, Akku Bremsen und Co. robust oder sehen sie womöglich bereits neu ziemlich klapprig aus? Wer einen Fachhändler in der Nähe hat sollte sich auf jeden Fall überlegen sein E-Bike vor Ort zu kaufen, man hat einen persönlichen Ansprechpartner falls es doch Probleme geben sollte und unterstütz die regionale Wirtschaft.

 

Wichtige E-Bike Komponenten

 

  • Elektromotor: Er kann entweder vorne, mittig oder hinten am Rahmen des Rads angebracht sein. Hier gibt es unterschiedliche Vor- und Nachteile. Die meisten setzten auf einen Mittelmotor an der Tretkurbel. Bei besonders günstigen Modellen ist der Motor meist vorne, bei sehr hochwertigen meist hinten angebracht.

 

  • Akkus: Die meisten E-Bikes verwenden inzwischen Lithium-Ionen Akkus, da sie langlebiger und leistungsstabiler als normale Akkus sind. Dabei haben sie meist eine Leistung zwischen 250 und 600 Wattstunden (Wh). Die Reichweite eines Akkus kann in der Praxis schwanken – Steigungen, Gegenwind und Trittfrequenz sind nur einige der Faktoren die diese beeinflussen. Genaue Angaben zu den Akku Reichweiten werden von den Herstellern gegeben, touren mit 50 bis 100 Kilometer stellen dabei kein Problem dar. Sollten längere Touren geplant sein, sollte man sich über mögliche Ladestation auf dem Weg informieren oder einen Ersatzakku (400 bis 800 Euro) in Erwägung ziehen. Zusätzlich dazu sollte man auf geprüfte Sicherheit des Akkus achten, sie sind sicherer als No-Name Produkte und haben eine längere Lebensdauer. (Das Gleiche gilt auch für das Ladegerät des Akkus)

 

  • Rahmen: Je nach Material kann das Gewicht des E-Bikes maßgeblich beeinflusst werden. Die gängigsten Materialien sind inzwischen Alu oder Carbon. Wobei Zweiteres etwas teurer dafür jedoch auch etwas leichter und besser formbar ist, wodurch auch außergewöhnliche Rahmendesigns möglich sind.

 

  • Schaltung: Unterschieden wird zwischen einer Naben- und Kettenschaltung. Bei der Nabenschlatung muss grundsätzlich beim Schalten mit dem Treten pausiert werden, falls man nur kurze Strecken zurück legt und kaum schaltet ist diese Gangschaltung absolut ausreichend. Kettenschaltung wird dann relevant wenn man besonders sportlich fahren möchte, da man hier flüssiger schalten kann. Man muss jedoch auf eine Rücktrittbremse verzichten.

 

  • Bremsen: Abgesehen von Schaltung und Licht ist vor allem die Bremse sehr wichtig. Hier sollte auf den Einsatz von Hydraulischen Felgen- oder Scheibenbremsen geachtet werden, da sie auch beim erhöhten Gewichts eines E-Bikes für Sicherheit sorgen.

 

  • Unbedingt auf eine ausreichende Gewährleistung und Garantie achten um im Falle von Defekten geschützt zu sein und Böse Überraschungen zu vermeiden

 

Nächste Woche gibt es alle Infos zur richtigen Versicherung des E-Bikes!